Auto – geliebte Dreckschleuder!

Das Auto ist nicht nur dem Deutschen liebste Kind, sondern auch der wichtigste Industriezweige im Land und eines meiner langjährigen Themen. Der Eintritt von Google und Apple in die Autompbilbranche als Betriebssystemlieferant für Fahrzeuge zeigte vor Jahren schon den anstehenden Umbruch auf. SmartCars, Smartcities sind ein Teil dieser Zukunft, Realität 2017 ist dennoch eine Jahrhundert alte Technologie des Verbrennungsmotors mit all seinen Umweltfolgen.

Ob Feinstaub, Stickoxide, Umweltzonen und Fahrverbote oder die für die Herstellung und den Betrieb notwendige Ressourcen, -alles Bereiche die unsere Gesundheit und Zukunft massgeblich beeinflussen. Jetzt kommen Skandale und jüngst die Vermutung eines langjährigen Kartells der deutschen Hersteller auf den Tisch. Nach Dieselgate, dem Abgasskandal der bei genauerer Betrachtung den Irrsinn der politischen Grenzwertbestimmung aufzeigt, wird jetzt immer deutlicher, dass der Abstieg der Branche im Land bevor steht. Eine Branche, die sich die Elektrotankstelle vor der eigenen Firmenzentrale mit Steuermittel (BMW) subventionieren lässt, bei gleichzeitigen Milliardengewinnen zeigt die Grundhaltung auf: Profitmaximierung zu jedem Preis und mit jedem Mittel. Da werden dreckige Technologien künstlich am Leben gehalten, wie durch Bundeskanzlerin Merkel die 2013 die EU in die Knie zwang um deutschen Premiumherstellern Zeit für Umsätze mit unnötig umweltbelastenden Fahrzeugen zu verschaffen, in dem Sie die Abstimmung bei der EU für CO2-Höchstgrenze für den Durchschnitt der Flotte jedes Autobauers in der Zeit von 2015 bis 2020 von 120 auf 95 Gramm sinkt, verhinderte und nebenbei eine 690.000 Euro Parteispende durch Großaktionären Familie Quandt und Klatten für die CDU einbrachte, anstatt moderne zukunftsweisende Mobilität für alle sicher zu stellen.

Reichte es nicht, dass die Grenzwerte industriefreundlich gestaltet wurden, musste für deren Einhaltung noch kräftig an der Abgasreinigung manipuliert werden. Gleichzeitig erfolgten Absprachen unter den Herstellern, die sicherlich nicht im Interesse der Autofahrer dienten. Ob bei Ersatzteilpreise oder um Preisdruck auf Zulieferbetriebe auszuüben, letztendlich zahlen die Kunden dafür.
Transparenz im Staatswesen ist unabdingbar, Lobbykontakte müssen offen gelegt werden und die Gesetze müssen für den Menschen gemacht werden, nicht für die Wirtschaft- auch in ihrem Interesse, zumindest wenn man nicht nur an die nächsten Quartalszahlen denkt, sondern langfristig das Unternehmen und damit auch die Arbeitsplätze sichern will!

Bild: Fiat 500 des Autors, kein Feinstaub, wenig CO2 (3-4l Benzin pro 100km), geregelter Katalysator bei viel Fahrspass.
In absoluten Werten wesentlich weniger Umweltgifte im Betrieb, aber das Auto darf nicht in „Umweltzonen“ fahren, da es per Gesetz eine Dreckschleuder ist. Ein SUV mit 3,0 TD, der absolut das x-fache an Umweltgiften raus bläst, darf selbstverständlich in die Umweltzonen der Städte einfahren.
Danke Frau Merkel und Herr Gabriel für diese Politik. not!